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Wer wir sind:
Wir sind eine Gruppe ehrenamtlicher BürgerInnen, die sich für eine umweltfreundliche Mobilität einsetzen.
Was wir tun:
Wir beraten und informieren BürgerInnen vor Ort über die Angebote und besonderen Serviceleistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs.
Was wir anbieten:
- Info-Veranstaltungen zu Tarifsystemen, Fahrplänen und besonderen Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs
- Informationen zur Planung von Ausflügen und Freizeitfahrten
- Schulungen an Fahrkartenautomaten
Kontakt:
Bus & Bahn-Team (Koordinationsstelle)
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Presseinformationen unseres Teams:

23.07.2010

ÖPNV-Rundreise „Bus- und Bahnfahren ist gar nicht so schwer“

Die im Enzkreis beheimatete Projektgruppe „......den Enzkreis genießen“ stellt in ihrem Veranstaltungskalender 2010 ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm vor. So werden auch einige Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖV) angeboten, sie sollen den eingefleischten Autofahrerinnen und -fahrern die Vorteile des ÖV demonstrieren und gleichzeitig bahnungewohnten Menschen die Bedenken vor der Fahrt mit Bus und Bahn nehmen.

Edgar Bauer vom Bus&Bahn-Team und Dieter Zaudtke von PRO BAHN-Nordschwarzwald begrüßten die Fahrtteilnehmer am Pforzheimer Zentralen Omnibusbahnhof- Süd. Zaudtke wies darauf hin, dass diese Fahrt vor allem die Angst vor Umsteigevorgängen nehmen soll. Er erläuterte hierzu die Vorteile des Integralen Taktfahrplanes (ITF), der bei sich leicht merkbaren gleichbleibenden Abfahrtsminuten in den Umsteigestationen den Anschluss an den nächsten Zug bzw. Bus garantiert.
Mit dem Bus gelangte die Gruppe in 45 Minuten nach Ittersbach. Nach einer Wartezeit von 11 Minuten ging es mit der Albtalbahn auf der landschaftlich reizvollen Strecke nach Busenbach und weiter über Ettlingen zum Karlruher Marktplatz. Interessant ist, dass die Bahn auf dieser Strecke mehrfach ihren Betriebsstatus wechselt. Sie beginnt in Ittersbach als Straßenbahn, fährt ab Ittersbach Bahnhof als Eisenbahn bis nach Rüppur, wo sie sich in eine Straßenbahn mit nebenbahnartigen Charakter wandelt, um dann schließlich ab dem Karlsruher Albtalbahnhof als echte Straßenbahn weiter zu verkehren. Unterwegs erfuhren die Reisenden zahlreiche Details über die Albtalbahn, so über ihre Entstehung und etliche Besonderheiten.

In Karlsruhe gönnte sich die Gruppe eine knapp zweistündige Verschnaufpause, die entweder zu einem Einkaufsbummel oder einen Cafebesuch genutzt wurde. Weiter ging es mit einem Stadtbahnzug zum Durlacher Bahnhof, dort Umsteigen in die S31 nach Bruchsal, wo innerhalb 8 Minuten ein Bahnsteigwechsel anstand. Die Gruppe stieg in die S9 und erreichte Bretten. Dort ist das Funktionieren des ITF besonders eindrucksvoll sichtbar: Kurz vor der vollen Stunde erreichen die Stadtbahnen aus vier verschiedenen Richtungen den Brettener Bahnhof. Wenige Minuten früher trafen am unmittelbar benachbarten Busbahnhof aus allen Himmelrichtungen die Omnibusse ein. Bis 2 Minuten nach der vollen Stunde verließen alle Züge den Bahnhof, die Busse folgten wenige Minuten später. Dieses Prinzip garantiert den Umstieg zwischen allen Stadtbahnen und auch zwischen Bahn und Bus. Interessiert beobachteten die Fahrtteilnehmer das Geschehen.

Die weitere Reise führte die Reisenden nach Mühlacker. Dort hieß es am gleichen Bahnsteig umsteigen in die Stadtbahn nach Pforzheim.
Die Teilnehmer der Rundfahrt, unterwegs mit vielen Informationen über das Bus- und Bahnfahren versorgt, äußerten einhellig das System Bus und Bahn doch im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ zu haben und vor allem bei zukünftigen Fahrten Umsteigevorgänge gelassener anzugehen.

19.05.2010

des Fahrgastverbandes PRO BAHN-Nordschwarzwald und des Bus & Bahn-Teams zur Nordschwarzwald-Bahnrundfahrt am 19.05.2010

Die im Enzkreis beheimatete Projektgruppe „.....den Enzkreis genießen“ stellt in ihrem Veranstaltungskalender 2010 ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm vor. So werden auch einige Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖV) angeboten, sie sollen den eingefleischten Autofahrerinnen und -fahrern die Vorteile und Annehmlichkeiten des ÖV demonstrieren.

An einem Maimorgen startete im Pforzheimer Hauptbahnhof die beliebte Nordschwarzwaldrundfahrt mit dem Etappenziel Freudenstadt. Dieter Zaudtke begrüßte im Namen des Fahrgastverbandes PRO BAHN-Nordschwarzwald und des Bus & Bahn-Teams (Enzkreis) die erwartungsvoll gestimmten Reisenden. Nach den notwendigen Informationen und einigen humorvollen Einflechtungen bestieg die Gruppe den Interregio- Express nach Karlsruhe. Dort wartete bereits die Eilstadtbahn zur Fahrt durch das wildromantische Murgtal nach Freudenstadt.

Zaudtke erwies sich als wahres Auskunftsbündel, berichtete über technische Details der Stadtbahnwagen, Besonderheiten des Bahnverkehrs und vergaß auch nicht auf die landschaftlichen Highlights hinzuweisen.
Ab Weisenbach wandelt sich die Murgtalbahn in eine echte Gebirgsbahn. Über unzählige Brücken und zehn Tunnels windet sich der Schienenstrang das enger werdende Murgtal hinauf. Besondere Aufmerksamkeit erlangten die großen Granitblöcke im Fluss.
Zaudtke berichtete über die unendliche Baugeschichte der Bahnlinie. Nach Eröffnung des ersten Teilstücks Rastatt – Ggernsbach, erforderte der Bau nach Freudenstadt, verursacht durch topografische Probleme und politische Querelen, noch weitere 59 Jahre. Der Steilstreckenabschnitt Klosterreichenbach – Freudenstadt wurde in der Anfangszeit mittels einer Zahnstange überwunden. Später und so auch heute darf diese Strecke nur von bestimmten Triebfahrzeugen befahren werden.

In Freudenstadt angekommen gab Zaudtke einige Erläuterungen zur Stadtgeschichte. In einem urigen Restaurant am Freudenstädter Marktplatz stärkte sich die Gruppe bei einem Mittagessen. Anschließend wurde der reizvolle quadratische Marktplatz mit seinen Arkadengängen umrundet und die Stadtkirche besucht. Sie ist in Form eines Winkelhakens erbaut und beherbergt in ihrem Inneren einen sehenswerten romanischen Taufstein und ein mittelalterliches hilzgeschnitztes Lesepult.

Nachmittags fuhr die Reisegruppe vom Bahnhof Freudenstadt- Stadt mit der Stadtbahn über die Steilrampe hinunter zum Hauptbahnhof. Früher kletterten auch dort die Dampflokomotiven an einer Zahnstange empor.
Am Freudenstädter Hauptbahnhof hieß es umsteigen in den Regionalexpress in Richtung Stuttgart. Die Reise führte über Dornstetten – Schopfloch bis nach Hochdorf. Spannend verlief die Fahrt zwischen Freudenstadt und Dornstetten über drei tief eingeschnitteneTäler, die durch bis zu 48 Meter hohe und bis zu 300 Meter lange Viadukte überbrückt werden.
In Hochdorf ergab sich ein zwanzigminütiger Aufenthalt. Zaudtke nutzte die Zeit für einige Erläuterungen zur Geschichte der Nagold- und Württembergischen Schwarzwaldbahn. So erfuhren die Reisenden u. a., dass wochentags zwischen Pforzheim und Calw 1937 lediglich 10 Zugpaare verkehrten, 1957 waren es 14, heute dagegen 29. Die Fahrzeit zwischen Pforzheim und Horb verkürzte sich im gleichen Zeitraum von über 2 Stunden auf eine Stunde und 14 Minuten. Auch der in Calw geborene Hermann Hesse kam nicht zu kurz, Zaudtke zitierte aus seiner Gedichtsammlung.
Die weitere Fahrt mit der Kulturbahn führte über Nagold – Calw – Bad Liebenzell nach Pforzheim.

Am Ende der Fahrt verglich Zaudtke die Bahnreise mit einer entsprechenden Autofahrt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass bei der Wahl eines preisgünstigen Tickets, allein die Kraftstoffkosten um mindestens die Hälfte unterboten werden. Und schließlich tue man auch der Umwelt Gutes, wenn das Auto mal in der Garage bliebe.
Zaudtke verabschiedete die Fahrtteilnehmer, es war für alle ein interessanter und schöner Ausflugstag.