Bus & Bahn-Team

Aktuelle Veranstaltungen unseres Teams:

"Schulungen am Fahrkartenautomat" führen wir an folgenden Tagen und Standorten durch:

Montag, 06. Februar, 15.00 Uhr auf dem Bahnhof Königsbach.
Mittwoch, 08. Februar, 15.15 Uhr auf dem Bahnhof Birkenfeld.
Mittwoch, 22. Februar, 15.00 Uhr auf dem Bahnhof Mühlacker (Gleis 1).


Wer wir sind:

Wir sind eine Gruppe ehrenamtlicher BürgerInnen, die sich für eine umweltfreundliche Mobilität einsetzen.


Was wir tun:

Wir beraten und informieren BürgerInnen vor Ort über die Angebote und besonderen Serviceleistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs.


Was wir anbieten:

- Info-Veranstaltungen zu Tarifsystemen, Fahrplänen und besonderen Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs
- Informationen zur Planung von Ausflügen und Freizeitfahrten
- Schulungen an Fahrkartenautomaten


Kontakt:

Bus & Bahn-Team (Koordinationsstelle)
E-Mail: busundbahn-team (at) web.de
Montag bis Mittwoch: 09:00 - 12:00 Uhr
Telefon: 0 72 32 / 83 64
Info-Flyer: Info-Flyer


Aktuelle Presseinformationen:

Eine lehrreiche Reise nach Wissembourg
Die letzte im Veranstaltungskalender 2011 „......den enzkreis erleben“ angebotene ÖPNV-Kennenlernreise, unter Regie des Fahrgastverbandes PRO BAHN-Nordschwarzwald führte nach Wissembourg. Die 11 Reiseteilnehmer trafen sich auf dem Pforzheimer Hauptbahnhof. Dieter Zaudtke (PRO BAHN) und Klaus-Dieter Kopitz (Bus&Bahn-Team) übernahmen die Reiseleitung. Nach einigen einführenden Worten startete die Gruppe um 9:30 Uhr mit dem Interregioexpress (IRE) in Richtung Karlsruhe. Bereits nach 16 Minuten wurde Durlach erreicht, dort bestand nach 22 Minuten Übergangszeit Anschluss auf die Stadtbahnlinie S5. In 39 Minuten wurde die gesamte Stadt Karlsruhe durchquert und über die Rheinbrücke das Nachbarland Rheinland-Pfalz erreicht.
Während der Stadtdurchfahrt baute die Stadtbahn einige Minuten Verspätung auf, wird damit der Anschlusszug in Wörth noch erreicht? Es klappte, etwa 3 Minuten, nachdem die Stadtbahn das Gleis räumte, lief auf dem gleichen Gleis die Regionalbahn mit dem Fahrtendziel Neustadt ein. Eine Kindergartengruppe befand sich im Triebwagen, so ergab sich nicht nur eine gewisse Enge sondern vielmehr auch eine ganz gute Stimmung. In Winden stand ein erneuter Umstieg mit einer fahrplanmäßigen Übergangszeit von nur 3 Minuten bevor, da bahnsteiggleich jedoch ohne Probleme zu meistern. Pünktlich 11:28 Uhr erreichte die Reisegruppe Wissembourg.
Zaudtke gab einige Erläuterungen über das elsässische Städtchen, worauf die Gruppe zu einem gemeinsamen Stadtspaziergang aufbrach. Es gab viel zu bestaunen, so das Salzhaus mit seinem gewaltigen Dach, die Abteikirche Peter und Paul und die Idylle Klein-Venedigs im Schlupf-Viertel. In einem neu eröffneten Restaurant ließen sich die Reisenden die gute französische Küche schmecken.
Die angebotene Tour sollte natürlich keine reine Vergnügungsreise sein. So gab es unterwegs und auch während des Mittagessens viele Informationen zum Bus- und Bahnfahren. Umfangreich wurden die Vorteile des Integralen Taktfahrplanes heraus gestellt, garantiert er doch an den Stationen weitgehend gleiche Abfahrtsminuten und an den Umsteigestationen fast immer Anschlussverbindungen in andere Richtungen. Sollte eine Bahn dagegen deutlich verspätet sein, ist der Anschlusszug weg und der Reisende muss ungünstigenfalls fast 60 Minuten auf die nächste Verbindung warten.
Nach einem etwa vierstündigen Aufenthalt versammelte sich die Reisegruppe am Bahnhof Wissembourg. Es ergab sich noch die Gelegenheit zu einer kurzen Erläuterung und praktischen Übungen an den neuen Fahrkartenautomaten. 15:33 Uhr startete die Regionalbahn in Richtung Winden. Dort gab es am gleichen Bahnsteig den Zweiminuten-Übergang. In der Regionalbahn in Richtung Wörth trafen wir auf 2 Erstklässler-Schulklassen. Viele Menschen standen auf dem Wörther Bahnsteig, etliche mit Fahrrädern und auch unsere beiden Schulklassen. Nach 11 Minuten Wartezeit rollte der Stadtbahneilzug aus Karlsruhe an. Er bestand lediglich aus einem Einzeltriebewagen, demnach wurde es richtig eng. Im wahrsten Sinne des Wortes genoss die Pforzheimer Reisegruppe die Bahnfahrt „in vollen Zügen“. Nach einigen Stationen entspannte sich die Situation, alle Fahrgäste bekamen einen Sitzplatz.
Bedingt durch die starke Auslastung wurde Germersheim mit einer Verspätung von fast 4 Minuten erreicht. Die fahrplanmäßige Umsteigezeit von 5 Minuten, nunmehr auf eine Minute verkürzt, führte dazu, dass die lt. Programm vorgesehene Regionalbahn nach Bruchsal nicht erreicht wurde.
Der Integrale Taktfahrplan garantiert die eigentlich geplante Verbindung via Bruchsal – Bretten – Mühlacker – Pforzheim zur gleichen Minute eine Stunde später. So spät wollten die Reiseteilnehmer jedoch nicht nach Pforzheim zurückkehren. Zum Glück gibt es die intelligenten neuen Fahrkartenautomaten, sie verkaufen nicht nur Fahrkarte sondern bieten auch Fahrplanauskünfte. Also das Ziel Pforzheim eingetippt, mit dem Zusatz „Abfahrt sofort“ und das Gerät servierte eine frühere und schnelle Verbindung via Wörth – Karlsruhe.
Pünktlich 17:14 Uhr fuhr die Stadtbahn in Richtung Wörth ab. Unterwegs gab es zwei Stopps vor ROT zeigenden Signalen, eigentlich sollte die Bahn 17:40 Uhr in Wörth ankommen, die Weiterfahrt am gleichen Bahnsteig um 17:44 Uhr. Kurz vor Wörth, die Verspätung betrug etwa 4 Minuten, war der zur Weiterfahrt bestimmte Regionalexpress (RE) bereits von weitem zu sehen. Fast gleichzeitig erreichten beide Züge den Bahnhof Wörth, so dass die geplante Weiterfahrt mit dem RE nach Karlsruhe Hauptbahnhof klappte. Dort angekommen galt es die etwas größere Distanz zwischen Gleis 102 und Gleis 9 zurück zu legen. Fahrplanmäßig waren hierzu 11 Minuten vorgesehen, bedingt durch eine kleine Verspätung schrumpfte die Umsteigezeit auf etwa 8 Minuten. Mit einem etwas flotten Schritt kein Problem, der Interregioexpress nach Pforzheim wurde erreicht.
Aus der „lehrreichen Reise“ wurde eine etwas abenteuerliche Reise. Sie demonstrierte jedoch gleichzeitig, dass das „System Bahn“ selbst bei Unpünktlichkeit funktioniert, dass es auch bei unvorhergesehenen Problemen immer eine Lösung gibt. Das Endziel Pforzheim wurde trotz der aufgeführten Widerwärtigkeiten sogar etwa 20 Minuten früher als eigentlich geplant erreicht. Die Reisegruppe zeigte sich überrascht, dass es auch bei auftretenden Unregelmäßigkeiten immer eine brauchbare Alternative gibt. Insofern war es doch „Eine lehrreiche Reise nach Wissembourg“.

PRO BAHN-Nordschwarzwald
Dieter Zaudtke



Eine kleine Schienenkreuzfahrt

Die Veranstaltungsreihe „Enzkreis erleben“, bietet ein fast jahresdurchgängiges interessantes Veranstaltungsprogramm. So finden sich in dem Veranstaltungskalender auch einige Demonstrationsfahrten mit Bus und Bahn.

Eine kleine Schienenkreuzfahrt von nur 76 Minuten Dauer sollte das Funktionieren des Integralen Taktfahrplanes (ITF) demonstrieren und die Angst vor Umsteigevorgängen nehmen.
Dieses Mal unter Regie des Bus&Bahn-Teams trafen sich 14 Reiselustige in der Bahnhofshalle des Pforzheimer Hauptbahnhofs. Reiseleiter Klaus-Dieter Kopitz und Dieter Zaudtke begrüßten die Gruppe und gaben eine kleine Einführung. Zaudtke erklärte Sinn und Zweck des ITF, bietet er doch für alle Halte immer wiederholend gleiche Abfahrtsminuten und in Knotenbahnhöfen Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen. Der Busverkehr ist fast immer in dieses System mit einbezogen.

Mit dem Interregioexpress (IRE) startete die Reisegruppe um 14:26 Uhr und erreichte 14:33 Uhr Mühlacker. Hier hieß es Umsteigen in die Stadtbahn Richtung Bretten, Abfahrt 14:38 Uhr. Unterwegs gab es viele Informationen zur Fahrt mit Bus und Bahn. Auch die Geschichte des „Klosterstadtexpress“ wurde geschildert.

Ankunft in Bretten 14:56 Uhr, nur 4 Minuten später ging es am gleichen Bahnsteig mit der Eilstadtbahn Richtung Karlsruhe weiter. Bretten ist ein gutes Beispiel für das Funktionieren des ITF: Kurz vor der vollen Stunde treffen sich hier die Züge aus vier verschiedenen Richtungen, auch die Busse im unmittelbar benachbarten Busbahnhof stehen an ihren Bahnsteigen. So gibt es die Möglichkeit des Umstiegs in alle Richtungen, auf der Schiene nach Heilbronn, Karlsruhe, Bruchsal und Mühlacker. Zur vollen Stunde oder wenige Minuten danach fahren die Bahnen und Züge zu ihren Zielorten.
Nach nur zwei Zwischenhalten erreichte unsere Reisegruppe 15:18 Uhr den Bahnhof Durlach. Es stand ein Bahnsteigwechsel an. Bereits 5 Minuten später lief der Regionalexpress in Fahrtrichtung Pforzheim ein. Pünktlich um 15:42 Uhr erreichten die Fahrtteilnehmer den Pforzheimer Hauptbahnhof.

Für Viele war es ein „Aha-Erlebnis“, dass die Fahrpläne, so genial verknüpft, immer wieder die Weiterfahrt mit einem andern Zug gewährleisten. Für den Fall, dass bedingt durch Verspätungen ein Anschluss verloren ginge, wiesen Kopitz und Zaudtke bei allen Umsteigevorgängen auf die Folgen hin: Im schlimmsten Fall eine knappe Stunde Wartezeit, überwiegend in nur 15–30 Minuten später fährt der nächste Zug.

In Pforzheim angekommen stellte Zaudtke eine vergleichende Betrachtung von einer Fahrt mit Bus und Bahn zu einer gleich weiten Reise mit dem Auto an. Es gab ein klares Ergebnis, die Fahrtkosten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln liegen immer unter den Autokosten.

Ein Teil der Reiseteilnehmer versammelte sich in einem Bistro-Café. Hier konnten sie noch viele Fragen loswerden und Kopitz und Zaudtke wussten auch noch etliches über das Fahren mit Bus und Bahn zu berichten.

Dieter Zaudtke
Bus & Bahn-Team



ÖPNV-Rundreise „Bus- und Bahnfahren ist gar nicht ist so schwer“

Im Rahmen der vom Forum 21 des Enzkreises initiierten Veranstaltungsreihe „Enzkreis erleben“ organisierte der Fahrgastverband PRO BAHN-Nordschwarzwald eine Bahn- und Bus-Trainingsfahrt. Die Rundfahrt sollte die Vertaktung des heutigen Nahverkehrs demonstrieren und die Bedenken vor Umsteigevorgängen nehmen.

Die sechzehnköpfige Reisegruppe traf sich am Omnibusbahnhof-Süd und wurde von Brunhilde Fränkle (Bus & Bahn-Team) sowie Dieter Zaudtke (PRO BAHN-Nordschwarzwald) begrüßt. Mit der Buslinie 720 fuhr die Gruppe nach Ittersbach. Unterwegs erläuterte Zaudtke das Prinzip und die Vorzüge des Integralen Taktfahrplans (ITF), der von jeder Abfahrtsstelle gleichbleibende Abfahrtsminuten und an Verknüpfungsbahnhöfen oder auch von mehreren Linien angefahrenen Bushaltestellen fast immer kurze Umsteigemöglichkeiten bietet. Auch über die Geschichte der fast vergessenen Pforzheimer Kleinbahn wusste Zaudtke einiges zu erzählen. Nicht umsonst trug die damalige Bahn den Beinamen „Panoramabahn“, auch vom Bus gab es herrliche Ausblicke in die Schwarzwaldausläufer.

In Ittersbach hieß es nach nur wenigen Minuten Aufenthalt: Umsteigen in die Albtalbahn. Über Langensteinbach – Reichenbach – Busenbach – Ettlingen ging es in Richtung Karlsruhe. Unterwegs erfuhren die Reisenden etliche Details über die Albtalbahn, ebenso zu den durchfahrenden Ortschaften und besonderen Bauten. Nach 47 Minuten Fahrzeit war der Karlsruher Marktplatz erreicht. Die Reisenden legten eine Pause ein, die von vielen zu einem Café-Besuch genutzt wurde.

Erstaunen ließ Zaudtke's Bemerkung aufkommen, dass der Karlsruher Marktplatz ein bedeutender Regionalbahnhof Baden-Württembergs wäre. Und tatsächlich konnte es die Reisegruppe auch erleben, wie von diesem Ort die Züge beispielsweise nach Baden-Baden, Germersheim, Freudenstadt, Bad Wildbad, Pforzheim und Heilbronn fahren. Überhaupt verblüffte der dichte Straßenbahn- und Stadtbahnverkehr im Karlsruher Zentrum, so wird die Kaiserstraße in jede Richtung annähernd im Einminutentakt befahren.

Unsere Gruppe fuhr mit der Straßenbahn nach Durlach. Dort bestand mit der S-Bahn Anschluss nach Bruchsal. Dort angekommen ergab sich ein sehr kurzer Anschluss in Richtung Bretten. Auf der Strecke wussten Frau Fränkle und Zaudtke über viele Besonderheiten des Bus- und Bahnfahrens zu berichten und konnten auch zahlreiche Einzelfragen beantworten.
In Bretten angekommen, konnte ein sogenannter ITF-Vollknoten bewundert werden: Immer zur vollen Stunde treffen sich die Bahnen aus vier Richtungen und auch die Busse stehen am unmittelbar benachbarten Busbahnhof. So kann innerhalb weniger Minuten zwischen den Zügen und auch von und in die Busse problemlos umgestiegen werden. Frau Fränkle machte bei jedem Umsteigevorgang immer auf die nächstfolgende Fahrmöglichkeit aufmerksam, schlimmstenfalls wartet man eine knappe Stunde, überwiegend maximal eine halbe Stunde.

Auf der Weiterfahrt in Richtung Mühlacker wusste Zaudtke über die Geschichte der Stichbahn nach Maulbronn-Stadt und den seit einigen Jahren verkehrenden Klosterstadt-Express zu berichten. In den Sommermonaten verkehrt er an allen Sonntagen und ist in Maulbronn-West mit den Zügen von/in Richtung Bretten, in Mühlacker in Richtung Pforzheim und mit dem Stuttgarter Raum verknüpft. Nach nur wenigen Minuten Wartezeit in Mühlacker fuhr die Stadtbahn in Richtung Pforzheim ein.

Dort angekommen stellte Zaudtke einen Kostenvergleich zwischen der heutigen Bus- und Bahnreise zu einer vergleichsweisen PKW-Fahrt an. Das Resultat zeigt einen deutlichen Preisvorteil für den Öffentlichen Verkehr. Nach der Verabschiedung signalisierten doch etliche Teilnehmer, dass ihnen dieser Ausflug die Nutzung von Bahn und Bus doch näher gebracht und vor allem die Bedenken vor Umsteigevorgängen genommen habe. Am Schluss lies es sich Frau Fränkle nicht nehmen, einige Interessierte noch in die Geheimnisse des Fahrkartenautomaten einzuführen.

Dieter Zaudtke
PRO BAHN-Nordschwarzwald



Nordschwarzwald- Bahnrundfahrt 2011

Die im Enzkreis beheimatete Projektgruppe „.....den Enzkreis erleben“ stellt in ihrem Veranstaltungskalender 2011 ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm vor. So werden auch einige Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖV) angeboten, sie sollen den eingefleischten Autofahrerinnen und -fahrern die Vorteile und Annehmlichkeiten des ÖV demonstrieren.

An einem Maimorgen startete im Pforzheimer Hauptbahnhof die beliebte Nordschwarzwaldrundfahrt mit dem Etappenziel Freudenstadt. Edmund Bauer und Dieter Zaudtke vom Bus & Bahn-Team begrüßten die erwartungsvoll gestimmte Reisegruppe. Um 9:30 Uhr hieß es Einsteigen in den Interregio-Express nach Karlsruhe.
Dort fuhr nach wenigen Minuten Wartezeit die Eilstadtbahn nach Freudenstadt ein. Leider war der Triebwagen durch weitere Ausflugsgruppen bereits ausgelastet, so dass ein Teil unserer Gruppe keinen Sitzplatz fand und die Fahrt bis Gernsbach stehend verbrachte. Glücklicherweise tat dieser Umstand der guten Laune keinen Abbruch, die eindrucksvolle und wilde Landschaft des Murgtales wurde trotzdem genossen.

Bereits 11:30 Uhr wurde Freudenstadt-Stadtbahnhof erreicht. Zaudtke berichtete über die unendlich langwierige Baugeschichte der Murgtalbahn. Nach Eröffnung des ersten Teilstücks Rastatt – Gernsbach, erforderte der Bau nach Freudenstadt, verursacht durch topografische Probleme und vor allem politische Querelen zwischen Baden und Württemberg, noch weitere 59 Jahre. Der Steilstreckenabschnitt Klosterreichenbach – Freudenstadt wurde in der Anfangszeit mittels einer Zahnstange überwunden. Später und so auch heute darf diese Strecke nur von bestimmten Triebfahrzeugen befahren werden. Auch über die Stadtgeschichte von Freudenstadt wusste Zaudtke einige Sätze zu sagen.

In einem gemütlichen Restaurant am Freudenstädter Marktplatz stärkte sich die Gruppe bei einem Mittagessen. Es war für Bauer und Zaudtke gleichzeitig eine gute Gelegenheit etwas ausführlicher über das Fahren mit Bus und Bahn zu informieren. Alle Teilnehmer erhielten entsprechendes Informationsmaterial.

Anschließend wurde der reizvolle quadratische Marktplatz mit seinen Arkadengängen umrundet und die Stadtkirche besucht. Sie ist in Form eines Winkelhakens erbaut und beherbergt in ihrem Inneren einen sehenswerten romanischen Taufstein und ein mittelalterliches holzgeschnitztes Lesepult.

Gegen 15 Uhr fuhr die Reisegruppe vom Bahnhof Freudenstadt- Stadt mit der Stadtbahn über die Steilrampe hinunter zum Hauptbahnhof. Früher kletterten auch dort die Dampflokomotiven an einer Zahnstange empor.
Am Freudenstädter Hauptbahnhof hieß es umsteigen in den Regionalexpress in Richtung Stuttgart. Die Reise führte über Dornstetten – Schopfloch bis nach Hochdorf. Spannend verlief die Fahrt zwischen Freudenstadt und Dornstetten über drei tief eingeschnittene Täler, die durch bis zu 48 Meter hohe und bis zu 300 Meter lange Viadukte überbrückt werden. Reizvoll der Blick über die Dornstetter Altstadt und auf die im Hintergrund liegende Schwäbische Alb.
In Hochdorf ergab sich ein zwanzigminütiger Aufenthalt. Zaudtke nutzte die Zeit für einige Erläuterungen zur Geschichte der Nagold- und Württembergischen Schwarzwaldbahn. So erfuhren die Reisenden u. a., dass wochentags zwischen Pforzheim und Calw 1937 lediglich 10 Zugpaare verkehrten, 1957 waren es 14, heute dagegen 29. Die Fahrzeit zwischen Pforzheim und Horb verkürzte sich im gleichen Zeitraum von über 2 Stunden auf eine Stunde und 14 Minuten. Auch der in Calw geborene Hermann Hesse kam nicht zu kurz, Zaudtke zitierte aus seiner Gedichtsammlung. Edmund Bauer erklärte der Gruppe die Bedienung der Fahrkartenautomaten.

Die weitere Fahrt mit der Kulturbahn führte durch das Nagoldtal über Nagold – Calw – Bad Liebenzell nach Pforzheim, die Ankunft pünktlich um 17:07 Uhr.
Am Ende der Fahrt verglich Zaudtke die Bahnreise mit einer entsprechenden Autofahrt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass bei der Wahl eines preisgünstigen Tickets, allein die Kraftstoffkosten um mindestens die Hälfte unterboten werden. Und schließlich tue man auch der Umwelt Gutes, wenn das Auto mal in der Garage stehen bleibt.Bauer und Zaudtke verabschiedeten die Fahrtteilnehmer, es war für alle ein interessanter und schöner Ausflugstag.

Dieter Zaudtke
Bus & Bahn-Team


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